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Missi dominici

M. wurden bereits von den Merowingern vereinzelt zur Kontrolle der Königsgüter eingesetzt. Karl der Grosse baute die Einrichtung aus und sandte die M., nun mit der Vollmacht des Königs ausgestattet, jährlich zur Kontrolle der Amtsträger in seinem weitläufigen Reich aus. Sie wurden zunächst aus den königl. Gefolgsleuten und Vasallen gewählt. 802 reorganisierte Karl das Institut der M., errichtete Missatsbezirke und setzte mächtige geistl. und weltl. Amtsträger ein, die meist zu zweit in einem festen Sprengel zum Einsatz kamen (missaticum). Die M. waren ein wirkungsvolles Kontrollinstrument, solange das Königtum stark war. Anfang des 10. Jh. verschwinden sie aus den Quellen. Aus dem Gebiet der Schweiz waren versch. Vertraute des Königs als M. tätig, so Gf. Ato, Bf. Haito von Basel und Gf. Hunfrid von Rätien.

Quellen und Literatur

  • HRG 2, 1025 f.
  • LexMA 6, 679