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JeanGremaud

21.1.1823 Riaz, 20.5.1897 Freiburg, kath., von Riaz. Sohn des Henri, Landwirts, und der Anne-Dorothée geb. G. Besuch der Mittelschule und des Diözesanseminars in Freiburg, 1847 Priesterweihe. Vikar in Cressier-Le Landeron, dann in Surpierre. 1849-57 wirkte G. in den Pfarreien Greyerz, Sâles, Echarlens und Morlens, 1857-91 als Lehrer für Geschichte und Geografie am Kollegium St. Michael, ab 1870 als Kantonsbibliothekar und ab 1875 als Lehrer für Kirchengeschichte am Priesterseminar in Freiburg. Ausserdem hatte er das Amt des Konservators der kant. Münzsammlung inne. 1889 wurde er als Prof. für Geschichte an die Univ. Freiburg berufen (1893-94 Dekan der philosoph. Fakultät, 1896-97 Rektor). Ab 1866 präsidierte G. die Hist. Gesellschaft des Kt. Freiburg, 1885-86 die Schweiz. Numismat. Gesellschaft. Er transkribierte, analysierte und veröffentlichte alte Texte, erstellte Sammlungen von Notizen sowie von archäolog. und numismat. Dokumenten. Er gründete das "Mémorial de Fribourg" (1854-59), eine sechsbändige Sammlung, in der er v.a. Monografien, biograf. Notizen und bibliograf. Mitteilungen veröffentlichte. Zudem war er Herausgeber der "Documents relatifs à l'histoire du Vallais" (1875-98) und Verfasser zahlreicher Studien. Mitglied und Korrespondent verschiedener schweiz. und ausländ. Akademien und Vereinigungen.

Quellen und Literatur

  • Nachlässe in: StAFR, KUBF
  • M. de Diesbach, Biographie de l'abbé Jean G., 1897
  • P.E. Martin, Catalogue des manuscrits de la Collection (Jean) G. conservés aux archives d'Etat de Fribourg, 1911
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Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ 21.1.1823 ✝︎ 20.5.1897

Zitiervorschlag

Weber, Marie-Thérèse: "Gremaud, Jean", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 17.07.2007, übersetzt aus dem Französischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/009678/2007-07-17/, konsultiert am 26.11.2020.