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Giovanni BattistaAgnozzi

2.8.1821 Mogliano (Fermo, I), 4.2.1888 Bogotà, katholisch, Italiener. 1854-1859 Nuntiaturauditor in Luzern. Als Geschäftsträger der Luzerner Nuntiatur (1868-1873) zur Zeit der Tessiner Diözesanfrage, des Ersten Vatikanischen Konzils und des Kulturkampfs setzte er sich 1873 gegen die Ausweisung des apostolischen Vikars in Genf, Gaspard Mermillod, ein, hielt sich indes anlässlich der Absetzung des Basler Bischofs Eugène Lachat zurück. Auch nach seiner Ausweisung durch den Bundesrat am 12. Dezember 1873, einer Reaktion auf die päpstliche Enzyklika "Etsi multa luctuosa" vom 21. November 1873, blieb Giovanni Battista Agnozzi als Geschäftsträger des Heiligen Stuhls für schweizerische kirchliche Angelegenheiten zuständig. Die ständige Nuntiatur in der Schweiz blieb danach bis 1920 aufgehoben. 1882 apostolischer Delegat ohne Bischofsweihe in Kolumbien.

Quellen und Literatur

  • HS I/1, 58 f.
  • C. Snider, «Movimenti politici, correnti dottrinali e Concilio vaticano nel Carteggio di Mgr. Agnozzi», in Misc. Amato Pietro Frutaz, 1978, 419-474
  • P. Stadler, Der Kulturkampf in der Schweiz, 1984 (21996)
  • U. Fink, Die Luzerner Nuntiatur 1586-1873, 1997
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Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ 2.8.1821 ✝︎ 4.2.1888

Zitiervorschlag

Urban Fink: "Agnozzi, Giovanni Battista", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 30.04.2001. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/009706/2001-04-30/, konsultiert am 27.11.2022.