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GiuseppeCrivelli

5.10.1900 Uggiate (Lombardei), 17.11.1975 Grenchen, kath., von Novazzano. Sohn des Carlo, aus Novazzano nach Norditalien ausgewanderten Bauunternehmers, und der Angela Teresa geb. Tettamanti. C. wuchs in Grenchen auf, wo sich die Eltern 1907 niedergelassen hatten. Nach einer Maurerlehre und dem Abschluss des Technikums in Biel (BE) besuchte C. 1923-29 das Gymnasium in Engelberg, um anschliessend in Luzern, Freiburg und Freiburg i.Br. Theologie zu studieren. Auf die Priesterweihe 1934 folgten zwei Jahre als Vikar von St. Karl in Luzern. Ab 1936 war C. als Adjunkt der Caritaszentrale in Luzern tätig, deren Leitung er 1941 übernahm. Innerhalb weniger Jahre baute C. die bis dahin weitgehend stagnierende Caritas zu einem effizienten Hilfswerk der Kriegs- und Nachkriegszeit aus. Er setzte sich besonders ein für Hilfsleistungen in Elsass-Lothringen, Luxemburg, Baden-Württemberg, für die Übersiedlung von Donauschwaben nach Brasilien, die Europahilfe und die Koordination der Caritas Internationalis. Unregelmässigkeiten von Mitarbeitern nötigten ihn 1951 zum Rücktritt. Als Leiter des Kinderheims St. Josef in Grenchen (1953-68) war er Mitbegründer des Grenchner Arbeitskreises zur Erneuerung des Religionsunterrichts sowie u.a. Vorstandsmitglied von Pro Juventute und Pro Infirmis. 1948 päpstl. Hausprälat, 1949 Dr. theol. h.c. der Univ. Freiburg i.Br. Ehrenbürger von Epinal, Ehrenkanonikus von Wien, Luxemburg, Strassburg, Mainz und Salzburg.

Quellen und Literatur

  • V. Conzemius, «Dr. theol. h.c. Giuseppe C. zum Gedenken», in Caritas 77, 1976, 162 f.
  • V. Conzemius, «Idee und Gesch. der schweiz. Caritas», in Vaterland, 11. und 18.12.1976
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Lebensdaten ∗︎ 5.10.1900 ✝︎ 17.11.1975