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AloisGügler

Porträt des Luzerner Theologen. Lithografie aus dem Jahr 1821 von Bernhard Eglin (Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern, Sondersammlung).
Porträt des Luzerner Theologen. Lithografie aus dem Jahr 1821 von Bernhard Eglin (Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern, Sondersammlung).

25.8.1782 Udligenswil, 18.2.1827 Luzern, kath. Sohn des J. Gotthard, Landwirts. Besuch der Schule in Einsiedeln. Nach dem Franzoseneinfall 1798 weilte G. in Petershausen bei Konstanz, danach Studienaufenthalte in Solothurn und Luzern, 1802 Stud. der Theologie bei Johann Michael Sailer in Landshut. Noch vor seiner Priesterweihe 1805 wurde G. Prof. für Altes und Neues Testament an der Höheren Lehranstalt in Luzern, 1806-19 war er zudem Prof. der Pastoraltheologie. Seine Rechtgläubigkeit geriet in den Sog von Verdächtigungen, die 1810 für einige Monate zu seiner Absetzung führten. Als scharfer Polemiker gegen den aufgeklärten Stadtpfarrer Thaddäus Müller, später gegen Ignaz Paul Vital Troxler war G. in zahlreiche öffentl. Kontroversen verwickelt. Mit seinen Kollegen Franz Geiger und Joseph Widmer - sie bildeten das sog. Luzerner Dreigestirn - führte er die Sailer'sche Erneuerungsbewegung weiter, setzte die Theologie in Verbindung zur Philosophie und zur Literatur der Romantik (Johann Wolfgang von Goethe, Ludwig Tieck, August Wilhelm und Friedrich Schlegel) und übte bedeutsamen Einfluss auf die ältere Tübinger Schule aus.

Quellen und Literatur

  • Einige Worte über den Geist des Christentums und der Lit. im Verhältnis zu den Thaddäus Müllerschen Schr., 1810
  • Die hl. Kunst oder die Kunst der Hebräer, 3 Tl., 1814-18
  • Ziffern der Sphinx oder Typen der Zeit, 7 Tl., hg. von J. Widmer, 1827-40
  • P. Kaspar, Alois G., 1977
  • N. Wicki, «Alois G.», in Gegen die Gottvergessenheit, hg. von S. Leimgruber, M. Schoch, 1990, 20-41
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Lebensdaten ∗︎ 25.8.1782 ✝︎ 18.2.1827