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AnastasiusHartmann

25.2.1803 (Alois) Altwis, 24.4.1866 Kurjee (Indien), von Altwis. Sohn des Joseph Jakob, Bauern, und der Anna Maria Barbara geb. Nietlisbach. 1821 trat H. in den Kapuzinerorden in Baden (AG) ein und empfing 1825 in Freiburg die Priesterweihe. Nach den theol. Studien war er Novizenmeister und Lektor der Philosophie und Theologie für den Ordensnachwuchs. 1841 studierte er am Kapuziner-Missionskollegium St. Fidelis in Rom und wurde dort Dozent. 1843 brach er in die Mission nach Indien auf, wirkte 1844 in Agra und wurde 1845 apostol. Vikar in Patna mit dem Titel eines Titularbf. von Derben. Ab 1849 stand er als apostol. Vikar von Bombay im Dienst der vatikan. Interessen gegen die von den Portugiesen protegierten Bischöfe. 1856-59 fungierte er in Rom als Missionsprokurator des Kapuzinerordens und Rektor des Missionskollegiums St. Fidelis. Von 1860 bis zu seinem Tod war er wieder in Indien als apostol. Vikar in Patna tätig. H. verfasste eine Übersetzung des Neuen Testaments in Hindustani. Die sterbl. Überreste wurden 1920 in die Kathedrale von Allahabad überführt. Auf Initiative des Schweizer Kapuziners und Historikers Adelhelm Jann wurde 1906 mit Unterstützung der Bistümer Basel und Allahabad für H. ein Seligsprechungsprozess eingeleitet. 1998 setzte Papst Johannes Paul II. H. in den Rang eines Dieners Gottes (servus Dei).

Quellen und Literatur

  • Provinzarchiv Schweizer Kapuziner, Luzern
  • «Autobiographie des Anastasius H. (1803-1866)», in Helvetia Franciscana 32, Beih. 4, 2003, (mit Bibl.)
  • C. Schweizer, «Das Verhältnis der Schweizer Kapuziner zu Indien durch ihren Mitbruder Anastasius H. (1803-1866)», in Quellenbestände der Indienmission 1700-1918 in Archiven des deutschsprachigen Raums, hg. von E. Pabst, T. Müller-Bahlke, 2005, 86-89
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