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Johann MartinHenni

15.6.1805 Misanenga (Gemeinde Obersaxen Mundaun), 7.9.1881 Milwaukee (Wisconsin), kath., von Obersaxen. Sohn des Johann Georg und der Maria Ursula geb. H., von Obersaxen. 1820-23 Gymnasium in St. Gallen, 1824-26 Lyzeum in Luzern, 1826-28 Stud. an der Univ. La Sapienza in Rom. 1828 Übersiedlung nach Bardstown (Kentucky), 1829 Priesterweihe, danach Missionar in Ohio. 1834-43 Pfarrer und Generalvikar von Cincinnati. 1837 gründete H. den "Wahrheitsfreund", die erste deutschsprachige kath. Zeitschrift in den USA (erschienen bis 1868). 1843 wurde er zum Bischof des neu geschaffenen Bistums Milwaukee ernannt (1844 Bischofsweihe), 1875 zum Ebf. von Milwaukee. H. leistete in einer Epoche intensiver europ. Einwanderung als dezidierter Vertreter der dt. Sprachgruppe kirchl. Aufbauarbeit: Auf seine Initiative entstanden die Saint-Johns Kathedrale (1847-52), das Saint-Mary Hospital (1848), ein Schwesternhaus (1849), das Priesterseminar Saint-Francis (1856) und ein Lehrerseminar (1871). Die Mittel dafür sammelte er u.a. auf Europareisen. H. gehörte zu den Teilnehmern des 1. Vatikan. Konzils.

Quellen und Literatur

  • Das Missionswesen in Nordamerika, 1848
  • P.L. Johnson, Crosier on the Frontier: A Life of John Martin H., Archbishop of Milwaukee, 1959
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