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AntonTanner

22.8.1807 Arth, 22.11.1893 Luzern, katholisch, von Arth und Richensee. Sohn des Martin Alois, Nachtwächters, und der Verena geborene Marty. Bruder des Plazidus (->). Studium der Theologie in Luzern und Tübingen, Dr. theol., 1831 Priester. Nach Religionslehrertätigkeit 1851-1876 Professor für Apologetik und Dogmatik in Luzern, 1865-1893 Propst des dortigen Stifts St. Leodegar, 1865-1883 Erziehungsrat des Kantons Luzern, ab 1886 nichtresidierender Domherr des Standes Luzern, 1886-1893 bischöflicher Kommissar. 1869 begleitete Anton Tanner den Basler Bischof Eugène Lachat zum Ersten Vatikanischen Konzil, kehrte als Gegner der päpstlichen Unfehlbarkeit im Februar 1870 vom Konzil zurück und stand in den anschliessenden Kontroversen zwischen den Fronten. Der gemässigt-liberale Theologe Tanner nahm Stellung zu kirchenpolitischen und sozialen Fragen und verfasste zahlreiche theologische Werke. 1862 Dr. h.c. der Universität Freiburg im Breisgau.

Quellen und Literatur

  • HS II/2, 358 f.
  • F.W. Bautz, Biogr.-Bibliogr. Kirchenlex. 11, 1996, 490 f.
  • S. Leimgruber, «Anton Tanner», in Theol. Profile, hg. von B. Bürki, S. Leimgruber, 1998, 52-63
Weblinks
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Kurzinformationen
Familiäre Zugehörigkeit
Lebensdaten ∗︎ 22.8.1807 ✝︎ 22.11.1893

Zitiervorschlag

Franz Xaver Bischof: "Tanner, Anton", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 05.03.2012. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/010037/2012-03-05/, konsultiert am 24.04.2024.