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Giovan BattistaAngioletti

27.11.1896 Mailand, 3.8.1961 Santa Maria La Bruna (Neapel), aus Forte dei Marmi (I). Giovan Battista Angioletti wirkte als Publizist, zuerst für kleinere Zeitschriften, dann als Mitherausgeber von "L'Italia Letteraria" und Mitarbeiter des "Corriere della Sera". Von 1934 an hielt er sich im Ausland auf, unter anderem als Leiter der italienischen Kulturinstitute in Prag und Paris und als Lektor an den Universitäten Dijon und Besançon. Nach dem Fall von Paris (1940) kam er nach Lugano, um eine Reihe von Vorträgen zu halten. Im Frühjahr 1941 rief er dort unter anderem den italienischen Literaturzirkel ins Leben, begründete die "Pagina letteraria" des "Corriere del Ticino" und den Premio Lugano. Er verlieh so dem Tessiner Kulturleben neue Impulse, was ihm allerdings die Feindschaft einiger Intellektueller eintrug, die in Angioletti bloss den von der faschistischen Regierung ernannten Beamten sehen wollten. 1945 wurde er wegen der Nichtverlängerung seiner Aufenthaltsbewilligung zur Rückkehr nach Italien gezwungen, wo er seine literarische Tätigkeit wiederaufnahm. Gründer und Präsident der Europäischen Schriftsteller-Vereinigung.

Quellen und Literatur

  • DBI 34, 133-137
  • P. Codiroli, Tra fascio e balestra, 1992
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Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ 27.11.1896 ✝︎ 3.8.1961

Zitiervorschlag

Pierre Codiroli: "Angioletti, Giovan Battista", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 28.06.2001, übersetzt aus dem Italienischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/010163/2001-06-28/, konsultiert am 17.07.2024.