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GiuseppeMartinola

7.9.1908 Mendrisio, 27.7.1990 Mendrisio, kath., von Mendrisio. Sohn des Antonio. Giovannina Rossinelli. Schulen in Mendrisio und Lugano, Lizentiat in Geschichte an der Univ. La Sapienza in Rom mit einer Arbeit zum Risorgimento. M. war Lokalhistoriker und Lehrer. Er wirkte 1938-51 als Tessiner Staatsarchivar, 1951-54 als Vorsteher der Sekundarschule von Mendrisio, 1954-73 als Gymnasiallehrer in Lugano, 1942-90 als Herausgeber des "Bollettino storico della Svizzera italiana" und 1956-75 als Mitglied und Leiter der kant. Denkmalkommission. M. veröffentlichte zahlreiche hist. Untersuchungen in Zeitungen und Zeitschriften sowie Aufsatzsammlungen und gab Quellenbände heraus. Er forschte über die polit. Ereignisse im Kt. Tessin während der ersten Jahrzehnte seiner Unabhängigkeit im 19. Jh. Ihn interessierten etwa wichtige Persönlichkeiten jener Zeit wie Vincenzo Dalberti, Giovan Battista Quadri oder Stefano Franscini oder die polit. und kulturellen Beziehungen des Tessins zur angrenzenden Lombardei, insbesondere die Schriften des Risorgimento und der ital. Verbannten ("Un editore luganese del Risorgimento: Giuseppe Ruggia" 1985, "Gli esuli italiani nel Ticino", 1980 und 1994). M. schrieb zudem über die Emigration von Kunsthandwerkern ("Lettere dai paesi transalpini degli aritist di Meride" 1963), verfasste Monografien zu Künstlern des 19. Jh., erstellte Inventare ("Inventario delle cose d'arte e di antichità del distretto di Mendrisio" 1975) und organisierte Ausstellungen mit zeitgenössischer Kunst.

Quellen und Literatur

  • Il cantone subalpino, hg. von C. Agliati, 1988, (mit Werkverz.)
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Lebensdaten ∗︎ 7.9.1908 ✝︎ 27.7.1990

Zitiervorschlag

Agliati, Carlo: "Martinola, Giuseppe", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 03.01.2008, übersetzt aus dem Italienischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/010172/2008-01-03/, konsultiert am 24.11.2020.