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FeliceFilippini

20.6.1917 Arbedo, 9.9.1988 Muzzano, von Arbedo. Sohn des Agostino, Mechanikers, und der Rosa geb. Menghetti. 1940 Dafne Salati, Pianistin. 1934-37 Besuch des Lehrerseminars von Locarno. Schriftsteller und Kunstmaler, 1945-69 Direktor der Abteilung Wort des Radio della Svizzera italiana. 1942 gewann er den Preis der Stadt Lugano für sein wichtigstes Werk, den Roman "Signore dei poveri morti" (dt. Übersetzung "Herr Gott der armen Seelen" 1991), der wegen seiner ungewohnten Ansichten und Sprache breite Diskussionen und Polemiken auslöste. Der Roman "Ragno di sera" (1950) war in seiner traditionellen Sakralität und mit seinem Sittengemälde epischer; F. distanzierte sich von seiner früheren antiliterar. Position. Später wirkte F. fast nur noch als Kunstmaler; er suchte mit seinem archaischen Stil fremde Elemente einzubauen und benutzte eine kontrast- und farbenreiche Palette. Mit seinem Interesse an europ. Strömungen und seiner Ablehnung des im 20. Jh. verbreiteten feierl. Stils rückte F. in die Nähe der Mailänder Bewegung Correnti. In seinem Spätwerk ist der Einfluss Alberto Giacomettis (über den er 1966 den Essay "Fare il ritratto di Giacometti" verfasste) deutlich.

Quellen und Literatur

  • P. Courthion, Felice F., 1971
  • G. Orelli, Svizzera italiana, 1986, 184-187
  • BLSK, 323
  • D. Bonini, R. Schürch, Voci e accordi. Cento autori svizzeri dell'Ottocento e del Novecento, 2003, 251-254
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