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Meinrad

21.1.861, Kloster Reichenau. Unbekannter sozialer Herkunft, aus dem Sülichgau (Schwaben). Klosterschule Reichenau, Diözesanpriester, unter Abt Erlebald Eintritt ins Kloster Reichenau. Lehrer in unbekanntem Kloster am oberen Zürichsee, um 828 Beginn seines Eremitenlebens am Etzelpass, um 835 in Einsiedeln. 861 Ermordung. 934 Gründung des Klosters Einsiedeln bei der ehemaligen Meinradszelle. Verehrung als Märtyrer nicht vor Anfang des 10. Jahrhunderts. Eigenes Messoffizium erst 1039 anlässlich der Translation der Reliquien nach Einsiedeln. Dort Verdrängung der Meinradsverehrung durch die Marienverehrung. Auffallend schwache kultische Verehrung in Alemannien. Älteste Vita aus Reichenau von Anfang des 10. Jahrhunderts, 1378 popularisierende, um Legenden erweiterte Vita des Dominikaners Georg von Gengenbach.

Quellen und Literatur

  • Sankt Meginrat, hg. von O. Lang, 2000
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Kurzinformationen
Variante(n)
Meginrad
Meginrat
Meginratus
Lebensdaten ✝︎ 21.1.861

Zitiervorschlag

Jäggi, Gregor: "Meinrad", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 30.01.2020. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/010195/2020-01-30/, konsultiert am 04.12.2020.