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Placidus

Anfang 8. Jahrhundert, Disentis. Erst in späteren liturgischen Texten und in der "Passio Placidi" des 12. bzw. 13. Jahrhunderts wird Placidus als Protektor des fränkischen Wandermönchs Sigisbert erwähnt, der vermutlich in der unwirtlichen Gegend Desertinas plante, ein Kloster zu gründen. Wahrscheinlich mit politischer Absicht, etwa zur Abwehr von fränkischem Einfluss, liess ihn der rätische Präses Viktor ermorden. Zur Sühne soll Viktor dem Kloster Disentis bedeutende Schenkungen gemacht haben. Die Verehrung von Placidus war in Disentis und ganz Rätien verbreitet.

Quellen und Literatur

  • I. Müller, Disentiser Klostergesch. 1, 1942
  • R. Kaiser, Churrätien im frühen MA, 1998
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Zitiervorschlag

Carl Pfaff: "Placidus", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 04.02.2010. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/010196/2010-02-04/, konsultiert am 07.02.2023.