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Amadeus

um 1110 Chatte (Dauphiné, F), 27.8.1159 Lausanne. Sohn des Amadeus von Clermont des Älteren. In den Klöstern Bonnevaux, Cluny (beide F) und am deutschen Königshof ausgebildet. Um 1125 Mönch in Clairvaux, um 1139 Abt von Hautecombe (beide F). 1145-1159 Bischof von Lausanne. Amadeus wirkte im Sinn der zisterziensischen Reform. Nach dem Tod des Grafen Amadeus III. von Savoyen Vormund Humberts III. Oft an Reichstagen Kaiser Friedrichs I., doch als dessen Kanzler nicht sicher belegt. In Konflikte mit Adligen, insbesondere mit Graf Amadeus von Genf, verwickelt, die ihn zeitweilig ins Exil zwangen, arrangierte sich Amadeus mit Herzog Konrad von Zähringen. Vermutlich in seiner Amtszeit wurde Lausanne erstmals das Stadtrecht anerkannt. Amadeus' Verehrung als Heiliger (28. Januar) wurde 1903 und 1910 bestätigt. Verfasser von Marienhomilien.

Quellen und Literatur

  • HS I/4, 112 f.
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Zitiervorschlag

Veronika Feller-Vest: "Amadeus", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 06.07.2001. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/010210/2001-07-06/, konsultiert am 17.06.2024.