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Wilhelm Martin LeberechtDe Wette

Lithografie. Gezeichnet und graviert von Sophie Fornachon, um 1825 (Universitätsbibliothek Basel).
Lithografie. Gezeichnet und graviert von Sophie Fornachon, um 1825 (Universitätsbibliothek Basel).

12.1.1780 Ulla bei Weimar, 16.6.1849 Basel, luther., Sachse. Sohn des Johann Augustin, aus ursprünglich niederländ. Pfarrerfam. 1) Eberhardine Boye, 2) Henriette geb. Frisch, verwitwete Beck, 3) 1833 Sophie geb. Streckeisen, Witwe des Berner Pfarrers Abraham Rudolf von May. Ab 1799 Theologiestud. in Jena, hier 1805 Promotion und Habilitation, ab 1807 ao. Prof., ab 1809 o. Prof. für Exegese in Heidelberg, 1810-19 Prof. der Theologie an der neu gegr. Univ. Berlin (1819 nach Trostbrief an Mutter des Kotzebue-Mörders Karl Ludwig Sand entlassen). Ab 1822 Theologieprof. in Basel. Von Johann Gottfried Herder und Jakob Friedrich Fries geprägt. Überragende Gestalt der Basler Fakultät, sowohl als bedeutender hist.-krit. Bibelwissenschaftler (v.a. Pentateuch-Kritik), als auch als Systematiker und religiöser Schriftsteller. Anfänglich von pietist. Kreisen als Liberaler angefeindet, wurde D. später akzeptiert und war mit seiner vermittelnden Position eine charakteristische und über die Grenzen hinaus wirksame Persönlichkeit Basels.

Quellen und Literatur

  • UBB, Nachlass
  • K. Barth, Die prot. Theologie, 1947, 433-441
  • E. Staehelin, Dewettiana, 1956
  • TRE 8, 616 f.
  • J.W. Rogerson, W.M.L. de W. ― Founder of Modern Biblical Criticism, 1992
  • Wilhelm Martin Leberecht de W., hg. von H.-P. Mathys, K. Seybold, 2001
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Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ 12.1.1780 ✝︎ 16.6.1849