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Erwin JuliusSchloss

22.4.1894 Emmendingen (Breisgau), 7.1.1944 Vicosoprano (heute Gem. Bregaglia), isr., dann evang., Deutscher, ab 1940 staatenlos. Sohn des Adolf, Fabrikanten, und der Marie geb. Haas, Schriftstellerin. 1923 Emilie Ruppert, Tochter des Georg. 1913 Eintritt in die Herrnhuter Brüdergemeine. 1914-20 Stud. der Theologie in Gnadenfeld, Berlin, Tübingen und Heidelberg. 1921 Ordination zum Diakon, 1927 zum Presbyter. Jugendsekr. der Brüdergemeine in Berlin und Polen, 1926 Prediger in Gnadau (Sachsen-Anhalt). 1935 wurde S. Vorsteher der Herrnhuter Sozietät Bern. Als Sekr. der landeskirchl. Flüchtlingshilfe Bern und ab 1939 des Schweiz. Kirchl. Hilfskomitees für evang. Flüchtlinge setzte er sich bei den Bundesbehörden für die Opfer des Nationalsozialismus ein und organisierte Hilfsmassnahmen. 1940 wurde er aufgrund der nationalsozialist. Rassengesetzgebung aus Deutschland ausgebürgert. S. starb bei einem Postautounfall.

Quellen und Literatur

  • Der Freund Israels 2, 1944, 34-36
  • H. Kocher, Rationierte Menschlichkeit, 1996
  • H. Schlimm, Erwin Julius S., Ms., 2008
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Lebensdaten ∗︎ 22.4.1894 ✝︎ 7.1.1944