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FaustoSozzini

5.12.1539 Siena, 3.3.1604 Lusławice (Polen). Sohn des Alessandro und der Agnese Petrucci. Neffe des Lelio (->). 1586 Elisabeth Morsztyn, Tochter des Krysztof. S. studierte Rechtswissenschaften, interessierte sich aber schon früh für theol. Fragen. 1562 kam er nach Zürich, wo er den schriftl. Nachlass seines Onkels in Verwahrung nahm. 1563-74 wirkte er als Sekr. am Hof der de' Medici. 1575-78 lebte er in Basel und betrieb theol. Studien. 1579 liess er sich in Polen nieder und näherte sich der Kirche der poln. Brüder, deren bedeutendster Theologe er bald wurde. S. war ein bekannter Antitrinitarier und mit Lelio Vater des Sozinianismus, einer durch Rationalismus und religiöse Toleranz geprägten theol. Richtung.

Quellen und Literatur

  • Fausti Socini senensis opera omnia, hg. von E. Scribano, 2 Bde., 2004 (mit Biogr.)
  • F.W. Bautz, Biogr.-Bibliograph. Kirchenlex. 10, 1995, 849-857
  • D. Cantimori, Eretici italiani del Cinquecento, 2002, 332-359, 400-406
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Lebensdaten ∗︎ 5.12.1539 ✝︎ 3.3.1604

Zitiervorschlag

Baschera, Luca: "Sozzini, Fausto", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 25.06.2013, übersetzt aus dem Italienischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/010848/2013-06-25/, konsultiert am 30.11.2020.