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NiklausTscheer

17.8.1671 Bern, 4.9.1748 Duisburg, reformiert, von Bern, 1681 mit seinem Vater aus dem Burgerrecht ausgeschlossen. Sohn des Niklaus, Chirurgen, und der Anna Maria Andres. nach 1700 in Magdeburg vermutlich Juliane Elisabeth von Leiningen-Westerburg geborene von der Lippe Biesterfeld. Nach dem Theologiestudium in Bern trat Niklaus Tscheer 1699 aus Protest gegen die Unterdrückung des Pietismus im Kanton Bern die Helferstelle in Abländschen (Gemeinde Saanen) nicht an und emigrierte. Er verkehrte in Hessen in radikalpietistischen Kreisen und lebte später am Niederrhein als freier Autor. In seinen Werken warb er für ein inwendiges, konfessionell ungebundenes Christentum. Tscheer war unter anderem mit Gerhard Tersteegen befreundet und ein Anhänger Jakob Böhmes, dessen Werke er in Auswahl edierte.

Quellen und Literatur

  • U. Bister, «Nicolaus Tscheer», in Frömmigkeit unter den Bedingungen der Neuzeit, hg. von R. Braun, W.-F. Schäufele, 2001, 89-101 (mit Werkverz.)
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Kurzinformationen
Lebensdaten ≈︎ 17.8.1671 ✝︎ 4.9.1748

Zitiervorschlag

Rudolf Dellsperger: "Tscheer, Niklaus", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 20.11.2012. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/010882/2012-11-20/, konsultiert am 30.05.2024.