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PaulVogt

23.5.1900 Stäfa, 12.3.1984 Zizers, reformiert, von Männedorf. Sohn des Johannes Daniel, Predigers aus Schlesien, und der Barbara geborene Weber. 1927 Sophie Brenner. 1922-1926 Theologiestudium in Basel, Tübingen und Zürich. Vikariat am Neumünster Zürich, Pfarrer in Ellikon an der Thur, ab 1929 in Walzenhausen und ab 1936 in Zürich-Seebach. Grosses, soziales Engagement, unter anderem 1931 Gründung des Hilfswerks für die Arbeitslosen im Kanton Appenzell Ausserhoden, 1936 Mitgründer der Schweizerischen Zentralstelle für Flüchtlingshilfe, Einsatz für Flüchtlinge aller Konfessionen, unter anderem durch die Aktion Flüchtlingsbatzen und die Freiplatzaktion (Unterbringung von Flüchtlingen bei Privaten). 1943-1947 Flüchtlingspfarrer in Zürich, ab 1947 Pfarrer in Grabs und 1959-1965 in Degersheim. Nach Kriegsende Verfechter des christlich-jüdischen Dialogs und der Anerkennung des Staats Israel. 1947 Ehrendoktor der Universität Zürich für seine Verdienste um die Flüchtlingshilfe.

Quellen und Literatur

  • AfZ, Nachlass
  • H. Kocher, Rationierte Menschlichkeit, 1996
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Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ 23.5.1900 ✝︎ 12.3.1984

Zitiervorschlag

Madeleine Lerf: "Vogt, Paul", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 27.12.2014. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/010898/2014-12-27/, konsultiert am 18.06.2024.