de fr it

MartinWeniger

MartinLinggi

um 1500, letztmals erw. 1535, spätestens ab Nov. 1525 Täufer, von Thayngen. W. wurde oft auch Martin Linggi genannt, weshalb er ein jüngerer Bruder des Heinrich Linggi sein könnte und mit diesem vielleicht zwischen 1517 und 1522 (?) als Schüler bei Glarean in Paris weilte. Bis 1535 lehrte er erfolgreich im Raum Schaffhausen, Zürich, Solothurn und Basel. In allen vier Städten wurde er deshalb in Haft genommen und ausgewiesen, so 1525 in Zürich, 1527 (?) in Schaffhausen, 1529 in Basel und 1531 in Solothurn. An der Zofinger Disputation vom Juli 1532 nahm er als Wortführer der Täufer teil. Nach einem teilweisen Widerruf (?) in Baden um 1533 war W. in täufer. Kreisen umstritten, blieb aber u.a. im Elsass aktiv. Ende 1535 schwor er in Schaffhausen dem Täufertum ganz ab. Danach verlor sich seine Spur.

Quellen und Literatur

  • Qu. zur Gesch. der Täufer in der Schweiz 2, 1973; 3, 2008; 4, 1974 (mit Reg.)
  • M. Haas, «Profile des frühen Täufertums im Raume Bern, Solothurn, Aargau», in Zwingliana 26, 2009, 5-33
Kurzinformationen
Variante(n)
Martin Weninger
Lebensdaten ∗︎ um 1500 Letzterwähnung 1535