de fr it

Johann ConradWirz

6.1.1688 Zürich, 3.4.1769 Zürich, ref., von Zürich. Sohn des Johann Jakob, Messerschmieds und Stadtläufers, und der Catharina Keller. Emerentiana Nüscheler, Tochter des Heinrich. Theologiestud. und 1708 Ordination in Zürich. 1708-11 Hauslehrer in Emmerich (Niederrhein), 1711-12 zusätzl. Studien und Doktorat an der Univ. Utrecht, dann Privatlehrer und Prediger in Zürich. Ab 1713 Pfarrer von Wollishofen, ab 1718 Diakon an der Kirche St. Peter in Zürich, ab 1729 Archidiakon und Chorherr am Grossmünster, ab 1731 Stellvertreter des Antistes. 1737-69 stand W. als Antistes der Kirche und Schule von Zürich vor. Er leitete den Umschwung von der Orthodoxie zur "vernünftigen Orthodoxie" und zur Aufklärung ein, förderte den Kirchengesang und erarbeitete eine neue Kirchenordnung, die nach seinem Tod eingeführt wurde. W. veröffentlichte neben Predigten und lat. Abhandlungen zahlreiche Werke wie "Hl. Bibel-Übung" (4 Bände, 1736-60), "Die Erkenntnis Gottes" (1758) und "Gehaltene Synodal-Reden" (4 Teile, 1772-75).

Quellen und Literatur

  • Zürcher Pfarrerbuch 1519-1952, hg. von E. Dejung, W. Wuhrmann, 1953, 627 f.
Weblinks
Normdateien
GND
VIAF
Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ 6.1.1688 ✝︎ 3.4.1769