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WilliamWolfensberger

17.6.1889 Hottingen (heute Gemeinde Zürich), 6.12.1918 Rheineck (Grippe), reformiert, von Zürich. Sohn des Johannes, Kartonagefabrikanten, und der Marie geborene Gehrig. Ledig. 1909 Studium der Germanistik, ab 1910 der Theologie an der Universität Zürich, 1913 Ordination. 1914-1916 Pfarrer in Fuldera, 1917-1918 in Rheineck. In Anlehnung an die religiös-sozialen Ideen von Leonhard Ragaz sowie an mystischem Gedankengut übte er seine pfarramtliche Tätigkeit während des Ersten Weltkriegs mit hohen ethischen Ansprüchen aus. Sein literarisches Werk trägt, von sozialer und persönlicher Not vielfach gebrochen, expressionistische Züge und umfasst den Erzählband "Unsers Herrgotts Rebberg" (1916), die "Religiösen Miniaturen" (1917), den Gedichtzyklus "Lieder aus einer kleinen Stadt" (1918) und die Nachlassbände "Köpfe und Herzen" und "Legenden" (beide 1919), "Kreuz und Krone" und "Narren der Liebe" (beide 1920).

Quellen und Literatur

  • Ausgewählte Werke, hg. von R. Lejeune, 1964 (Nachwort 465-496)
  • Eingeklemmt zwischen Unmöglichkeit und Sehnsucht, hg. von C. Linsmayer, R. Probst, 2007 (Nachwort 245-301)
  • Kirchgemeindehaus Rheineck, Nachlass
  • M. Konzelmann, William Wolfensberger, 1924
  • F. Pilgram-Frühauf, "Sagen kann man es nicht", 2008
  • F. Pilgram-Frühauf, «"Weil ich nicht Bitzius heisse"», in Wirkendes Wort 62, 2012, 219-233
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Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ 17.6.1889 ✝︎ 6.12.1918

Zitiervorschlag

Franzisca Pilgram-Frühauf: "Wolfensberger, William", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 20.11.2013. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/010924/2013-11-20/, konsultiert am 31.05.2023.