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Christian HeinrichZeller

29.3.1779 auf Schloss Hohenentringen bei Tübingen, 28.5.1860 Beuggen (Rheinfelden, D), luth., aus Württemberg, ab 1811 von Retterswil (heute Gem. Seon). Sohn des Christian David, Juristen und herzoglich württemberg. Hofrats, und der Christiana Heinrika Schneck. Bruder des Carl August (->). 1811 Charlotte Dorothee Sophie Siegfried, Tochter des Friedrich Sigmund, Pfarrers. Lateinschule in Ludwigsburg, 1796-1800 Stud. der Rechte in Tübingen, 1801 Kanzleiadvokat und Privatlehrer in Augsburg, 1803 als Lehrer in St. Gallen, erste Kontakte zur frühen Erweckungsbewegung und zu Johann Heinrich Pestalozzi, ab 1809 Schuldirektor in Zofingen. Bekanntschaft mit Christian Friedrich Spittler, 1818 Bekehrung und Gründung einer Bibelgesellschaft in Zofingen. 1820-60 Leiter des Rettungshauses Schloss Beuggen, einer Institution zur Ausbildung von Armenschullehrern und zur Erziehung verwahrloster Kinder unter der Obhut der Basler Erweckungsbewegung, das Vorbild für die Rettungshausbewegung wurde. Z.s christl. Pädagogik verband fortschrittl. Didaktik mit eschatolog. Naherwartung, Biblizismus und Sozialfürsorge.

Quellen und Literatur

  • Lehren der Erfahrung für christl. Land- und Armen-Schullehrer, 3 Bde., 1827-28
  • H. Leube, Fam. und christl. Diakonie, 1999
  • T.K. Kuhn, Religion und neuzeitl. Gesellschaft, 2003, 225-338
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Zitiervorschlag

K. Kuhn, Thomas: "Zeller, Christian Heinrich", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 17.11.2015. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/010933/2015-11-17/, konsultiert am 29.10.2020.