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JakobAmport

1580 Bern, 1636 Lausanne, Kathedrale von Lausanne, reformiert, von Bern. Sohn des Christian (->). Catherine Michel (?). Studium in Bern und Franeker (Niederlande), Dr. theol. In Lausanne 1608 Professor für Philosophie, 1610 für Theologie. Als Berner Patrizier besass Jakob Amport grossen Einfluss auf die Lausanner Akademie, deren Rektor er 1610-1616 und 1619-1626 war. Er bewirkte 1623, dass das Recht, die Pfarramtskandidaten zu ordinieren, von den Kapiteln an die Akademie überging. In seinem polemischen Traktat "Orthodoxae fidei defensio" (1613) wandte er sich gegen den polnischen Sozinianer Christoph Ostorod. Etwa 1615 führte Amport in Lausanne das System der lateinisch verfassten und gedruckten Dissertationen ein, die sich meistens gegen die römische Kirche wandten. Jakob Amport, der auch unter dem latinisierten Namen ad Portum bekannt war, hatte Verbindung zu zahlreichen Zeitgenossen, wie etwa Joseph Justus Scaliger in Leiden.

Quellen und Literatur

  • H. Vuilleumier, Histoire de l'Eglise réformée du pays de Vaud sous le régime bernois 2, 1929, 177-182
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Zitiervorschlag

Irena Backus: "Amport, Jakob", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 18.07.2001, übersetzt aus dem Französischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/011021/2001-07-18/, konsultiert am 18.06.2024.