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Jean-PhilippeDutoit-Membrini

5.10.1721 Moudon, 21.1.1793 Lausanne, ref., von Moudon, ab 1753 von Lausanne. Sohn des Pierre-Philippe, Grundbesitzers (später Direktors der Post von Vevey), mit Neigung zum Pietismus, und der Suzanne Membrini. Ledig. Theologiestud. in Lausanne, 1747 Ordination, Pfarrer ohne Kirchgemeinde. 1752 wandte sich D. schwer krank der Mystik zu. Am 24.5.1754 wurde er in Lausanne zum Unterdiakon ernannt, beauftragt mit kleinen Predigten und Religionsunterricht. Bereits am 7.6.1754 trat er von diesem Amt, 1760 wegen Krankheit von jeglicher pastoraler Tätigkeit zurück. D. neigte zum Quietismus und war ein Gegner des Lausanner Voltaire-Zirkels. Sein Briefverkehr mit den Kreisen von Mystikern rund um Baron Friedrich August von Klinkowström und Gf. Friedrich von Fleischbein missfiel der Berner Regierung. Dennoch attestierte ihm die Lausanner Akademie 1767 Orthodoxie in Doktrin und Lebenswandel. Ab 1760 schrieb er viel. 1767-68 edierte er die Briefe der Mystikerin Jeanne Marie Guyon. Nach Fleischbeins Tod 1774 scharte D. in Lausanne die Gruppe der sog. Gläubigen der Doktrin der Innerlichkeit um sich, die auch als Lausanner Mystikerkreis bekannt ist.

Quellen und Literatur

  • Bibliothèque des pasteurs, Neuenburg
  • A. Favre, Jean-Philippe Dutoit, 1911 (mit Werkverz.)
  • H. Vuilleumier, Histoire de l'Eglise réformée du Pays de Vaud 3, 1930, 467-469
  • Encyclopaedia universalis, Thesaurus-Index 1, 1985, 926
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