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Jean-HenriMerle d'Aubigné

16.8.1794 Genf, 21.10.1872 Genf, ref., von Genf. Sohn des Aimé Robert, Uhrmachers, und der Suzanne Marie Elisabeth Barbezat. M. stammte über seine Grossmutter väterlicherseits von Agrippa d' Aubigné ab, dessen Familiennamen er übernahm. 1) 1829 Marianne Brélaz, Tochter des Pierre-Nicolas, 2) 1858 in Dublin Françoise Charlotte Hardy, genannt Fanny, Tochter des John. Theologiestud. in Genf, 1817 Ordination. 1818-23 Pfarrer in Hamburg. 1823-31 Prediger an der prot. französisch-deutschen Kirche und Kaplan von Kg. Wilhelm I. in Brüssel. Die sich im Aufbau befindende Evang. Gesellschaft, ein Zweig des Genfer Réveil, berief M. zum Rektor ihrer Theologieschule, an der er 1832-72 Kirchengeschichte lehrte. Als Verfasser zahlreicher Broschüren und einer monumentalen Reformationsgeschichte ("Histoire de la Réformation", 5 Bde., 1835-53, dann weitere 8 Bde., 1863-78) sowie als Förderer der Schweiz. Evangelischen Allianz übte M. beträchtl. Einfluss auf den Protestantismus aus. Anlässlich der Jahresversammlung der Evang. Gesellschaft im Juni 1859 lancierte er einen Appell, der zur Gründung eines Komitees für die Verwundeten von Solferino, einer Vorläuferorganisation des Komitees vom Roten Kreuz, führte.

Quellen und Literatur

  • Livre du Recteur 4, 512 f.
  • F.W. Bautz, Biogr.-Bibliograph. Kirchenlex. 5, 1993, 1317-1321
  • Une famille huguenote, de Genève à l'Amérique: les frères M. d'Aubigné, 2006, (Neudr.)
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Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ 16.8.1794 ✝︎ 21.10.1872

Zitiervorschlag

Mützenberg, Gabriel: "Merle d'Aubigné, Jean-Henri", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 07.01.2010, übersetzt aus dem Französischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/011272/2010-01-07/, konsultiert am 27.11.2020.