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BénédictPictet

19.5.1655 Genf, 10.1.1724 Genf, ref., von Genf. Sohn des André, Syndics, und der Barbe Turrettini. 1680 Catherine Burlamacchi, Tochter des Nicolas, Kaufmanns. 1671-74 studierte P. Theologie in Genf, 1676 in Leiden. 1678 erhielt er die Ordination. In Genf wirkte P. 1680-1724 als Pfarrer, 1686-1724 als Prof. der Theologie und versah 1690-94 und 1712-17 auch das Rektorenamt. 1709 war er zudem Pfarrer der ital. Kirche. Die Berufung an die Univ. Leiden 1701, den frei gewordenen Lehrstuhl von Friedrich Spanheim zu übernehmen, lehnte er ab. 1687 und 1703 war P. Leiter der Bourse française von Genf. 1706 stand er dem Spital und der Stadtbibliothek vor. Er war auch Korrespondent der engl. Gesellschaft für die Verbreitung des Glaubens und ausländ. Mitglied der Berliner Akad. der Wissenschaften (1714). P. vertrat eine orthodoxe Linie mit einer vorsichtigen Öffnung zur neuen kartesian. Philosophie, befürwortete aber auch die Formula Consensus. Er verfasste u.a. die Werke "Théologie chrétienne" (1702) und "Morale chrétienne" (1693-96), die mehrmals neu aufgelegt und übersetzt wurden. Ferner erschienen Sammlungen von Predigten und Erbauungsschriften. Als P. mit der Liturgiereform betraut wurde, leitete er auch die Kommission zur Überarbeitung des Psalters. Er schrieb selbst zahlreiche Liedtexte, besonders solche zum Kirchenjahr, von denen einige bis heute in den Kirchengesangbüchern stehen.

Quellen und Literatur

  • E. de Budé, Vie de Bénédict P., 1874
  • J.-D. Candaux, Histoire de la famille P., 1474-1974, Bd. 1, 1974, 107-113
  • Livre du Recteur 5, 172 f.
  • Encyclopédie du protestantisme, hg. von P. Gisel, 1995, 1155
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Lebensdaten ∗︎ 19.5.1655 ✝︎ 10.1.1724