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Jean-FrançoisSalvard

um 1530 Aosta, 11.3.1585 Genf, ref., aus Aosta. Sohn des Jean und der Louise Voudain. 1564 Emerance Vincent, Tochter des Antoine, Buchdruckers. 1560-61 Theologiestud. in Zürich und Genf. S., der ab 1561 Pfarrer in Nevers (Burgund) war, wurde während des ersten Religionskriegs 1562-63 inhaftiert. 1564 gehörte er der Genfer Compagnie des pasteurs an. 1565-67 wirkte er als Pfarrer in Lyon, wo er Pierre Viret kennenlernte. Der zweite Religionskrieg machte ihn erneut zum Flüchtling: 1568-69 hielt er sich in Lausanne, 1569-71 in Genf auf. 1571-76 war S. Pfarrer der franz. Kirche in Frankfurt am Main, wo er die religiösen Auseinandersetzungen zwischen den ref. Kirchen Deutschlands und den Lutheranern miterlebte. 1576-82 weilte er erneut in Genf. Dort versuchte er, auf die gegenseitige Anerkennung der aus der Reformation hervorgegangenen Kirchen hinzuwirken, indem er ein gemeinsames Glaubensbekenntnis verfasste ("Harmonia confessionum fidei" 1581). 1582-83 war er Pfarrer in Castres.

Quellen und Literatur

  • Livre du Recteur 5, 451 f.
  • O. Labarthe, «Jean-François S., ministre de l'évangile», in Polémiques religieuses, 1979, 349-479
Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ um 1530 ✝︎ 11.3.1585