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ThéodoreTronchin

17.4.1582 Genf, 19.11.1657 Genf, reformiert, von Genf. Sohn des Rémi (->). 1607 Théodora Rocca, Tochter des Jean-Baptiste, Krämers, und Adoptivtochter von Theodor Beza, dessen Archiv Théodore Tronchin erbte. Schwager von Etienne Rocca und Jean Rocca. 1600 Theologiestudium in Basel, 1602 in Genf und 1604-1606 in Heidelberg. 1606-1618 Professor für Hebräisch und 1615-1656 für Theologie an der Genfer Akademie, 1610-1615 Rektor. 1608 Pfarrer in Genf. 1649-1657 Dekan der Compagnie des pasteurs. Tronchin vertrat diese mit Jean Diodati 1618 an der Dordrechter Synode. 1632 begleitete er Herzog Henri de Rohan als Beichtvater im Veltlin. Tronchin verfasste die Antwort "Coton plagiaire" (1620) auf die Schrift "Genève plagiare" (1618) des Jesuiten Pierre Coton, der darin die von den Genfer Pfarrern und Professoren übersetzte und publizierte Bibel angriff. In der Prädestinationslehre vertrat Tronchin die calvinistische Orthodoxie von Dordrecht gegen den von der Akademie Saumur, insbesondere von Moyse Amyraut, propagierten Heilsuniversalismus.

Quellen und Literatur

  • BGE, Nachlass Tronchin
  • Livre du Recteur 6, 75
  • Encyclopédie du protestantisme, hg. von P. Gisel, 22006, 1450
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Kurzinformationen
Familiäre Zugehörigkeit
Lebensdaten ∗︎ 17.4.1582 ✝︎ 19.11.1657

Zitiervorschlag

Toni Cetta: "Tronchin, Théodore", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 08.12.2011, übersetzt aus dem Französischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/011340/2011-12-08/, konsultiert am 19.04.2024.