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GrimmensteinSG

Ma. Burgruine auf Sandsteinrippe in der Gem. St. Margrethen SG. Die Burg besass einen Bergfried mit ebenerdigem Eingang in der Westwand sowie einen Hocheingang und rom. Fenster in der Ostwand. Gegen Westen bestand ein vorgelagerter Halsgraben, im Osten eine an die Turmecken anschliessende Ringmauer. An den Burghof mit der grossen Zisterne schloss ein länglich-rechteckiges Gebäude an, in östl. Richtung ein Torbau mit einem rekonstruierten Rundbogentor. G. wurde vor Mitte 13. Jh. auf Anregung des St. Galler Abtes Berchtold von Falkenstein durch dessen Dienstmann Konrad von Falkenstein (später von G.) erbaut. 1251 wurde sie wegen dessen Teilnahme an der Fehde zwischen Konstanz und Kloster St. Gallen als Burglehen vergeben. 1315 kam sie nach dem Aussterben der Grimmensteiner an die Frh. von Enne. Diese bauten die in den Appenzellerkriegen 1405 teilweise zerstörte Burg 1412 wieder auf. 1416 wurde G. jedoch wegen der Raubüberfälle des Georg von Enne durch die Konstanzer geschleift. 1936 teilweise ausgegraben und gesichert.

Quellen und Literatur

  • G. Felder, Die Burgen der Kt. St. Gallen und Appenzell 1, 1907, 25; 2, 1942, 14-17
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Zitiervorschlag

Anna Steinhauser-Zimmermann, Regula: "Grimmenstein (SG)", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 25.05.2004. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/011352/2004-05-25/, konsultiert am 24.11.2020.