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AlfredAndersch

4.2.1914 München, 21.2.1980 Berzona (heute Gemeinde Onsernone), reformiert, Deutscher, ab 1972 von Berzona. Sohn des Alfred, Antiquariatsbuchhändlers. 1) 1935 Angelika Albert, 2) 1950 Gisela Groneuer. 1924-1928 Wittelsbacher Gymnasium München, Buchhandelslehre. 1932-1933 Organisationsleiter des Kommunistischen Jugendverbands Südbayern, 1933 im KZ Dachau. 1933 Büroangestellter in München, ab 1937 Werbetexter in Hamburg. Seine Desertion (1944) aus der deutschen Wehrmacht thematisierte er in "Kirschen der Freiheit" (1952). Nach dem Zweiten Weltkrieg Mitarbeiter und Herausgeber mehrerer Zeitschriften ("Texte und Zeichen"), Mitarbeiter beim Rundfunk (u.a. Gründer des "Abendstudios", Verfasser von Hörspielen). 1958 Übersiedlung nach Berzona (Nachbar von Max Frisch, den er seit 1957 kannte). Für seine Erzählungen ("Der Vater eines Mörders" 1980), Romane ("Sansibar oder der letzte Grund" 1957, "Winterspelt" 1974), Hörspiele und Gedichte wurde er unter anderem 1967 mit dem Nelly-Sachs-Preis, 1975 mit dem Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste ausgezeichnet. Wichtiger Literaturförderer, politisch engagierter Autor.

Quellen und Literatur

  • Studienausg., 15 Bde., 1979
  • S. Reinhardt, Alfred Andersch, 1990
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Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ 4.2.1914 ✝︎ 21.2.1980

Zitiervorschlag

Rüdiger Zymner: "Andersch, Alfred", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 03.05.2017. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/011472/2017-05-03/, konsultiert am 16.06.2024.