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Rainer MariaRilke

Der Dichter, in der Umgebung von Muzot auf einem Mäuerchen sitzend. Fotografie von Lisel Sommerhoff, 1924 (Schweizerisches Literaturarchiv).
Der Dichter, in der Umgebung von Muzot auf einem Mäuerchen sitzend. Fotografie von Lisel Sommerhoff, 1924 (Schweizerisches Literaturarchiv). […]

4.12.1875 (René Maria, 1897 in Rainer Maria geändert) Prag, 29.12.1926 Sanatorium Valmont in Glion (Gem. Montreux), 2.1.1927 Raron, kath., ab 1901 konfessionslos, österr., ab 1920 tschechoslowak. Staatsbürger. Sohn des Josef, Eisenbahninspektors, und der Sophie geb. Entz. 1901 Clara Westhoff, Bildhauerin. Nach dem Besuch einer Militärschule 1886-91 und dem Abitur 1895 Stud. u.a. der Kunst- und Literaturgeschichte und Philosophie. 1902-14 grösstenteils in Paris; Reisen in fast alle europ. Länder und nach Nordafrika. 1916 Militärdienst im Kriegsarchiv in Wien. Im Juni 1919 kam R. für einen Vortrag nach Zürich, blieb in der Schweiz und unterhielt persönl. und briefl. Kontake zu Carl Jacob Burckhardt, Eduard Korrodi, Max Rychner, Jean Rudolf von Salis und den Brüdern Hans, Georg und Werner Reinhart. "Das Stunden-Buch" (1905), die "Neuen Gedichte" (1907, 1908) und der Roman "Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge" (1910) begründeten R.s Ruhm. Im Château de Muzot oberhalb von Siders, ab 1921 sein ständiger Wohnsitz, wurden die "Duineser Elegien" vollendet, entstanden "Die Sonette an Orpheus" (1923) und ab 1924 Gedichte in franz. Sprache, z.T. veröffentlicht in den Sammlungen "Vergers" (1926), "Les quatrains valaisans" (1926, 1939-43 vertont von Darius Milhaud), "Les roses" und "Les fenêtres" (1927).

Quellen und Literatur

  • Sämtl. Werke, 7 Bde., hg. von E. Zinn et al., 1987-97
  • Werke, hg. von M. Engel et al., 4 Bde., 1996; Erg.Bd. 2003
  • Teilnachlässe in: R.-Archiv, Gernsbach, Dt. Literaturarchiv Marbach, SLA
  • M. Zermatten, Les années valaisannes de Rilke, 1993
  • R.-Hb., 2004
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Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ 4.12.1875 ✝︎ 29.12.1926