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MorizHeyne

8.6.1837 Weissenfels (Sachsen), 1.3.1906 Göttingen, evang., Deutscher, ab 1872 von Basel. Sohn des Johann Karl, Seilermeisters. 1) 1860 Hermine Schilling, 2) 1879 Dorothea Beck, Tochter des Emanuel, Universitätspedells, von Basel. Nach der Bürgerschule Kanzleidienst, Universitätszulassung als Autodidakt, 1860-63 Stud. der Germanistik, Geschichte und Altphilologie in Halle, 1864 Habilitation und PD in Halle. 1869 Berufung nach Basel, 1870 Nachfolger auf dem Lehrstuhl Wilhelm Wackernagels. H. baute dessen ma. Sammlung zu einem Museum (später hist. Museum) mit pädagog. Anspruch aus. 1883-1906 hatte H. einen persönl. Lehrstuhl in Göttingen inne, wo er am Grimm'schen Wörterbuch weiterarbeitete, an dem er sich ab 1867 beteiligt hatte. H. übersetzte u.a. "Beovulf" (1863), "Rudlieb" (1897) und "Altdt.-lat. Spielmannsgedichte des 10. Jh." (1900). Der bedeutende Lexikograf gab selbst ein dreibändiges "Dt. Wörterbuch" (1890-95) heraus.

Quellen und Literatur

  • Staats- und Universitätsbibliothek, Göttingen, Nachlass
  • NDB 9, 95 f.
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Lebensdaten ∗︎ 8.6.1837 ✝︎ 1.3.1906