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WernerKohlschmidt

24.4.1904 Magdeburg, 27.4.1983 Gümligen, protestantisch, Deutscher. Sohn des Oskar Kohlschmidt, Pfarrers, und der Else geborene Nippold. 1931 Hildburg Geist, Germanistin. Studium der Germanistik, Kunstgeschichte und Theologie in Marburg, Berlin und Göttingen. 1928 Promotion mit einer Arbeit über Johann Gottfried Herder. 1931-1938 Gymnasiallehrer. 1933-1938 Mitglied der Sturmabteilung (SA), förderndes Mitglied (finanzieller Unterstützer) der Schutzstaffel (SS) und ab 1937 Mitglied der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP). Ab 1934 Mitglied der Bekennenden Kirche, die der Vereinnahmung der evangelischen Kirche durch die Nationalsozialisten kritisch gegenüberstand. 1938 Habilitation an der Universität Göttingen mit einer Studie über das Soldatenlied. Ab 1938 Universitätsdozent, ab 1941 Dolmetscher im Kriegsdienst, 1944-1953 Professor für Neuere deutsche Literatur in Kiel, 1953-1971 an der Universität Bern, 1955-1956 Dekan der Philosophisch-historischen Fakultät. Herausgeber des Reallexikons der deutschen Literaturgeschichte. Verfasser der Geschichte der deutschen Literatur von den Anfängen bis zur Gegenwart (1965-1975, drei von insgesamt fünf Bänden) und zahlreicher Artikel zur Literatur des 18. und 19. Jahrhunderts.

Quellen und Literatur

  • Neue Zürcher Zeitung, 2.5.1983.
  • König, Christoph (Hg.): Internationales Germanistenlexikon 1800-1950, 2003.
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Lebensdaten ∗︎ 24.4.1904 ✝︎ 27.4.1983