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Kartäuser

Der grosse Kreuzgang der Kartause La Valsainte. Fotografie von Simon Glasson, um 1930 (Musée gruérien, Bulle).
Der grosse Kreuzgang der Kartause La Valsainte. Fotografie von Simon Glasson, um 1930 (Musée gruérien, Bulle).

Der katholische Einsiedlerorden der Kartäuser (lateinisch Ordo Cartusiensis, OCart) wurde 1084 von Bruno von Köln, der die Benediktinerregel mit eremitischen Idealen zu verbinden suchte, im Tal La Chartreuse bei Grenoble gegründet. Die Consuetudines wurden 1143 von Papst Innozenz II. gebilligt. Nach dem Mutterhaus La Grande Chartreuse heissen alle Kartäuser-Klöster Kartausen. Die weiss gekleideten Kartäuser leben einzeln in kleinen Häuschen, widmen sich dem Gebet, dem Studium und der Handarbeit. Die Schweigepflicht ist nur beim wöchentlichen Spaziergang aufgehoben. Die Kartäuser essen Fisch und Eier, aber kein Fleisch. Dies gilt für die Patres wie für die Laienbrüder, welche die Arbeiten für den Lebensunterhalt besorgen. Die einzelnen Kartausen werden von einem Prior geleitet. Von insgesamt neun Kartausen in der Schweiz existiert nur noch La Valsainte als Kloster. Von den übrigen unterstanden Oujon, La Part-Dieu, Lance sowie die kurzlebigen Val-de-Paix in Chandossel und Gerunden wie La Valsainte dem Visitator der Ordensprovinz Genf. Thorberg, St. Margarethental in Basel und Ittingen gehörten zur Provinz Deutschland.

Quellen und Literatur

  • Ludin, Walter: Männerorden in der Schweiz, 19922.
  • Andenmatten, Bernard; Bissegger, Arthur et al.: Les chartreux en Suisse, 2006 (Helvetia Sacra, III/4).