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Salesianer

Die Kongregation der S. oder Gesellschaft des hl. Franz von Sales ist eine kath. Organisation zur Evangelisierung und Erziehung Jugendlicher, v.a. der Ärmsten, junger Arbeiter und anderer junger Menschen, die im Begriff sind, ins Arbeitsleben einzusteigen. Sie wurde 1859 in Turin von Johannes Bosco gegründet (Heiligsprechung 1934) und wurzelt in der Spiritualität Franz von Sales', Mitgründers des Visitantinnen-Ordens. Vom Piemont aus verbreitete sich die Kongregation ab 1875 in der ganzen Welt. Sie verfügte über zahlreiche Sitze in der Schweiz, meist an Orten mit vielen ital. Emigranten, so in Muri (AG, 1897) und in Zürich, wo die S. ab 1897 die Missione cattolica italiana führten. In der Westschweiz waren die S. erst etwas später präsent. Während des Simplontunnelbaus eröffneten sie 1899 Niederlassungen in Brig und Naters, die heute noch bestehen. Dazu kamen Morges (1912-89), Sitten (1941-81) und Freiburg (1954-79). In der ital. Schweiz stand die erzieher. Tätigkeit im Vordergrund. 1889 gründeten die S. das Kollegium von Mendrisio, das später nach Balerna verlegt und 1905-2002 in Maroggia geführt wurde. 1894-1910 bestand ein Kollegium in Ascona, das Istituto Elvetico in Lugano gibt es seit 1918.

Quellen und Literatur

  • G. Sonego, 100 anni di cammino con i Salesiani in Svizzera, 1989
  • HS VIII/2, 670 f.
  • L. Trincia, Per la fede, per la patria: i Salesiani e l'emigrazione italiana in Svizzera fino alla prima guerra mondiale, 2002