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LudwigHätzer

um 1500 Bischofszell, 4.2.1529 Konstanz, von Bischofszell. H. stammte aus begüterter Familie. Nach dem Stud. an der Univ. Basel (1517-18 immatrikuliert) wirkte er ab ca. 1520 bis 1523 als Kaplan in Wädenswil. 1523-25 war er im Kreise Zwinglis für die Reformation tätig, publizierte eine Schrift gegen die Bilder und war Protokollant an der 2. Zürcher Disputation. Von 1525 an zog H., theologisch dem Täufertum nahestehend, später einem myst. Spiritualismus verhaftet, missionierend und schreibend durch den schweiz. und süddt. Raum. Er übersetzte Johannes Oekolampads Schriften zum Abendmahl und, zusammen mit Hans Denck, die Prophetenbücher ins Deutsche. Ferner schuf er Kirchenlieder. In seiner letzten, unveröffentlichten Schrift bestritt H. die kirchl. Trinitätslehre. Als Häretiker verrufen, wurde H. wegen Bigamie enthauptet.

Quellen und Literatur

  • J.F.G. Goeters, Ludwig H. (ca. 1500-1529): Spiritualist und Antitrinitarier, 1955
  • LThK 4, 1210
  • H. Schmidt, Quellenlex. zur dt. Literaturgesch. 10, 1997, 160 f.
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Lebensdaten ∗︎ um 1500 ✝︎ 4.2.1529