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HackbrettInstrument

Eine höfische Dame mit Hackbrett. Zwickelbild der Wappenscheibe des Berner Junkers Sebastian vom Stein aus dem Jahr 1504 (Schweizerisches Nationalmuseum, LM-6237).
Eine höfische Dame mit Hackbrett. Zwickelbild der Wappenscheibe des Berner Junkers Sebastian vom Stein aus dem Jahr 1504 (Schweizerisches Nationalmuseum, LM-6237). […]

Das H. besteht aus einem trapezförmigen Resonanzkasten aus Nadelholz, über den bis 25×5 Metallsaiten laufen. Diese wurden bereits im 16. Jh. durch einen Steg in zwei Spielebenen unterteilt. Heutige H.er weisen zwei Stege auf, je einen für die geraden und für die ungeraden Saitenchöre. In der Ostschweiz werden die Saiten mit zwei geraden, im Wallis mit s-förmigen Schlegeln angeschlagen. Das H. wird erstmals 1447 im Zürcher Ratsbuch erwähnt und 1504 in einer bern. Glasscheibe erstmals abgebildet (heute Schweiz. Landesmuseum). Das älteste erhaltene H. (Privatbesitz) entstand 1679 in Boltigen. Mit Ausnahme des Tessins war das H. ein in der ganzen Schweiz beliebtes Tanzmusikinstrument, das heute noch in der Appenzeller und Toggenburger Streichmusik, in der Walliser Volksmusik und seit den 1970er Jahren von Spielleuten gepflegt wird. Seit 1989 wird das H. an Musikschulen unterrichtet und seit den 1990er Jahren in der Ethnoklassik verwendet.

Quellen und Literatur

  • B. Bachmann-Geiser, Die Volksmusikinstrumente der Schweiz, 1981, 55-60
  • A. Salzmann, Das H. im Wallis, 1989