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UlrichHegner

Porträti Ulrich Hegner. Lithografie von Diethelm Stäbli, um 1830, nach einem Gemälde des Winterthurer Porträtmalers David Sulzer (Winterthurer Bibliotheken, Sammlung Winterthur).
Porträti Ulrich Hegner. Lithografie von Diethelm Stäbli, um 1830, nach einem Gemälde des Winterthurer Porträtmalers David Sulzer (Winterthurer Bibliotheken, Sammlung Winterthur).

7.2.1759 Winterthur, 4.1.1840 Winterthur, ref., von Winterthur. Sohn des Johann Heinrich, Dr. med. und Stadtarztes. 1785 Elisabeth Sulzer, Grossratstochter, von Winterthur. Trotz fehlender Neigung studierte H. 1776-81 in Strassburg Medizin und promovierte dort. Danach lebte er als Privatmann in Winterthur, beschäftigte sich mit Literatur und Kunst und war als Bibliothekar und Schriftsteller tätig. 1786-98 versah er in der Grafschaft Kyburg das Landschreiberamt, das in seiner Fam. erblich war. Nach 1798 übernahm er aus republikan. Pflichtgefühl städt. und kant. Ämter, u.a. wirkte H. 1798-1801 als Kantonsrichter, 1805-14 als Winterthurer Stadtrat, 1814-29 als Zürcher Kantonsrat und 1814-15 als Mitglied der Kantonsregierung.

Sowohl als Politiker wie auch als Schriftsteller bekämpfte H. den sog. Parteigeist, polit. Leidenschaften und mod. Vorurteile. Er wurde bekannt durch seine Reiseberichte ("Auch ich war in Paris" 1803-04) und Romane. In "Saly's Revolutionstage" (1814) schildert H. die geistigen Wirkungen während der beginnenden helvet. Revolution von 1798. Der Roman "Die Molkenkur" (1812) ist eine Satire auf den schwärmer. Zeitgeist. Ferner verfasste er Abhandlungen zur Literatur und Kunst, u.a. zu Hans Holbein (1827) und Johann Kaspar Lavater (1836). H. war Mitglied der schweiz. Künstlergesellschaft in Zofingen. Er gilt als einer der namhaftesten hiesigen Vertreter des literar. Biedermeiers.

Quellen und Literatur

  • Ges. Schr., 5 Bde., 1828-30
  • StadtB Winterthur, Nachlass
  • H. Waser, Ulrich H., 1901
  • NDB 8, 235 f.
  • A. Bütikofer, M. Suter, Winterthur im Umbruch, 1998, 20 f.
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Lebensdaten ∗︎ 7.2.1759 ✝︎ 4.1.1840