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RolfHochhuth

1.4.1931 Eschwege (Hessen), Deutscher. Sohn des Friedrich Ernst Walter, Schuhfabrikanten. 1) Marianne Heinemann, 2) Dana (Danica) Pavic, ursprünglich aus Jugoslawien, 3) Ursula Euler. Buchhändlerlehre. Verlagslektor, ab 1963 freier Schriftsteller in Riehen und Basel, später in Berlin. Ab den 1960er Jahren entwickelte sich H. zu einem der umstrittensten Dramatiker des deutschsprachigen Raums. In seinen Stücken versucht er, polit. Konflikte und gesellschaftl. Missstände mit Hilfe dokumentar. Materials aufzudecken, u.a. in "Der Stellvertreter" (1963), einem Stück über die Haltung von Papst Pius XII. während des 2. Weltkriegs. Neben Dramen, Novellen und Erzählungen veröffentlichte H. auch zahlreiche Essays zur Geschichte und Zeitgeschichte. Mehrere Auszeichnungen, u.a. 1976 Kunstpreis der Stadt Basel, 1980 Geschwister-Scholl-Preis.

Quellen und Literatur

  • Alle Dramen, 2 Bde., 1991
  • SLA, literar. Nachlass
  • R. Taëni, Rolf H., 1977
  • R. Hoffmeister, Rolf H., Dok. zur polit. Wirkung, 1980
  • Rolf H., hg. von R. Wolff, 1987
  • N. Ritzer, Alles nur Theater?, Liz. Freiburg, 2005
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Lebensdaten ∗︎ 1.4.1931