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Konrad von Ammenhausen

vermutlich um 1280, um 1350 . K. wurde wohl nach seinem heimatl. Hof oder Dorf Ammenhausen (heute Gem. Herdern) benannt. Er war Mönch im Benediktinerkloster St. Georgen, später Leutpriester in Stein am Rhein und bereiste Frankreich, die Provence und die drei Bünde. Das von ihm 1337 vollendete "Schachzabelbuch", eine gereimte dt. Schachallegorie mit ständedidakt. Absichten, war mit seinen 19'336 Versen das umfangreichste und gemäss Überlieferung am weitesten verbreitete Schachzabelbuch (Schachbrettbuch) seiner Zeit. Als dessen Vorlage diente der lat. Schachtraktat des lombard. Dominikaners Jacobus de Cessolis (1288 und 1322 urkundlich erw.), wobei K. die Kritik an den Ständen auch auf den Klerus ausweitete.

Quellen und Literatur

  • VL 5, 136-139
  • F.W. Bautz, Biogr.-Bibliograph. Kirchenlex. 4, 1992, 382 f.
  • K.-S. Kramer, Bauern, Handwerker und Bürger im Schachzabelbuch, 1995
  • K. Lerchner, «Wissenssystem und Gesellschaftskritik im Schachzabelbuch K.s», in Jb. der Oswald-von-Wolkenstein-Ges. 11, 1999, 222-349
  • P. Kalning, «Der Ritter auf dem Schachbrett - ritterl. Tugenden im Schachzabelbuch K.s», in Chess and Allegory in the Middle Ages, hg. von O. Ferm, V. Honemann, 2005, 173-215
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