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Josef VitalKopp

1.11.1906 Beromünster, 22.9.1966 Luzern, kath., von Beromünster. Sohn des Michael Vital, Gemeindeschreibers und -ammanns, und der Kunigunda Herzog. Theologiestud. in Innsbruck und Solothurn, 1931 Priesterweihe, ab 1935 Stud. der Altphilologie in Freiburg, Berlin und Heidelberg, 1939 Promotion. 1938-66 Gymnasiallehrer in Willisau und Luzern, Mitglied des kant. Erziehungsrats. Wie der Erstling "Sokrates träumt" (1946) ist K.s literar. Werk bis Ende der 1950er Jahre in ungebrochen idealist. Weise vom Umgang mit der antiken Welt bestimmt (u.a. "Brutus" 1950). Nach der Begegnung mit dem Werk von Teilhard de Chardin und dem Ausbruch einer unheilbaren Krankheit erhielt sein Schreiben eine existenziell-pessimist., gesellschafts- und kirchenkrit. Note (u.a. "Der sechste Tag" 1961). "Der Forstmeister" (1967), K.s modernstes, an Kafka gemahnendes Werk, lässt die Titelfigur gegen eine verkrustete Bürokratie obsiegen, hinter der die kath. Kirche erkennbar wird. Mit der Künstlerin Annemarie von Matt unterhielt K. eine Liebesbeziehung, die Otto Marchi in "Soviel ihr wollt" (1994) publik machte. 1947 und 1951 Preis der Schillerstiftung, 1962 Innerschweizer Literaturpreis.

Quellen und Literatur

  • KBNW, Nachlass
  • K. Fehr, Josef Vital K., 1968, (mit Bibl.)
  • D. Schönbächler, Erfahrung der Ambivalenz, 1975
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Lebensdaten ∗︎ 1.11.1906 ✝︎ 22.9.1966