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Tedlingen

Ehem. Zisterzienserinnenkloster in Detligen, Gem. Radelfingen BE. 1282 sind erstmals sorores domus de T. erwähnt. Die Zisterzienserabtei Frienisberg und Mechtild von Seedorf, deren Mann als Laienbruder in Frienisberg gestorben war, statteten T. 1282-84 mit Gütern aus. Infolge von Schwierigkeiten bei der Etablierung des Klosters gründete Mechtild von Seedorf 1285 mit einem Teil der Schwestern ein zweites Kloster in Brunnadern bei Bern (St. Michael in der Insel). Die Niederlassung in T. wurde dem Zisterzienserorden formell nie inkorporiert, obwohl Frienisberg die Aufgaben des Vaterabts erfüllte. Die Zahl der Nonnen schwankte 1286-1528 zwischen 18 und 9, die Meisterin führte ab 1419 den Titel Priorin. Streubesitz lag in Frieswil, Salvisberg, Kallnach, Bargen, Oltigen und Illiswil. 1528 wurde das Kloster aufgehoben und das Gebäude verkauft. Dieses war zu Beginn des 21. Jh. z.T. noch erhalten.

Quellen und Literatur

  • HS III/3, 951-957
  • H.R. Sennhauser, Zisterzienserbauten in der Schweiz 1, 1990, 63-65