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JosMurer

5.9.1530 Zürich, 16.10.1580 Winterthur, ref., von Zürich. Sohn des Johannes, Gürtlers. 1556 Barbara Schön, Tochter des Caspar, Bildschnitzers, aus Speyer. Lehre als Glasmaler und Glashandwerker in Zürich. Ab 1553 riss M. Illustrationen für Drucke, die bei Christoph Froschauer erschienen. Als Glasmaler schuf M. zahlreiche Standes- und Wappenscheiben. Berühmt wurde er für sein kartograf. Werk. 1566 erstellte er eine Landkarte der Zürcher Landschaft, 1574 eine Planvedute der Stadt Zürich in Öl (verschollen), die 1576 als Holzschnitt herausgegeben wurde und eine der wichtigsten Bildquellen für die spätma. und frühneuzeitl. Stadt ist. M. trat ferner als Dramatiker hervor und verfasste Gedichte. Ab 1572 Mitglied der Zunft zu Saffran, Mitglied des Zürcher Gr. Rats und 1578 Amtmann in Winterthur.

Quellen und Literatur

  • BLSK, 770
  • M. Stercken, «Kartograph. Repräsentation von Herrschaft: Jos M.s Karte des Zürcher Gebiets von 1566», in Bild und Wahrnehmung der Stadt, 2004, 219-240
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