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FranzOdermatt

Fotografie aus den frühen 1940er Jahren (Ringier Bildarchiv, RBA1-4-29210) © Staatsarchiv Aargau / Ringier Bildarchiv.
Fotografie aus den frühen 1940er Jahren (Ringier Bildarchiv, RBA1-4-29210) © Staatsarchiv Aargau / Ringier Bildarchiv.

6.4.1867 Stans, 5.9.1952 Stans, kath., von Dallenwil. Sohn des Franz, Landwirts. 1905 Louisa Elisabeth Engler, Tochter des Johann, Sekundarlehrers. O. arbeitete nach der Schulzeit auf dem väterl. Hof in Büren bei Stans. 1902 wurde er Betreibungsbeamter von Stans, 1905 zuerst zweiter, 1918 erster Landschreiber des Kt. Nidwalden. 1937 trat er als unterlegener Gegner des Stau- und Kraftwerks Bannalp vom Amt zurück. 1902 war O. massgebend an der Gründung der Liberalen Partei Nidwalden beteiligt (zuerst Sekr., ab 1932 Präs.). 1911-25 und 1934-38 gehörte er dem Zentralvorstand der Freisinnig-Demokrat. Partei der Schweiz an. Im "Unterwaldner" verfocht er ab 1893 eine kämpfer.-liberale Haltung, die ihm den Vorwurf eintrug, ein Freigeist zu sein. 1924-40 war er alleiniger Redaktor des "Unterwaldners", schrieb aber auch polit. Artikel für andere liberale Zeitungen (u.a. NZZ). O. verfasste heimatkundl.-hist. Studien ("Der Kanton Unterwalden nid dem Wald im 19. Jh. in seiner Geschichte, Kultur und Volkswirtschaft" 1937, "Land und Volk der Urschweiz" 1940), heimatverbundene, teilweise hist. Erzählungen (u.a. "Der Wildbach" 1905), Romane (u.a. "Veronika Gut" 1941, "Der Wunderdoktor von Wolfsgrueb" 1950) und eine Sammlung von Mundarterzählungen ("Im Wärchtig Gwand" 1937).

Quellen und Literatur

  • Der Unterwaldner, 10.9.1952
  • Innerschweizer Schriftsteller, hg. von B.S. Scherer, 1977, 189-191, 353 f.
  • Kosch, Deutsches Literatur-Lex. 11, 546 f.
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