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EricaPedretti

25.2.1930 Sternberg (Nordmähren, heute Tschech. Republik), evang.-luth., Tschechoslowakin, ab 1952 von Celerina/Schlarigna und 1971/72 von Mathon. Tochter des Hermann Schefter, Fabrikanten und Schriftstellers, und der Margarethe geb. Gröger. 1952 Gian P. (->). Gymnasium in Sternberg. 1945 Rotkreuztransport in die Schweiz, Schule für Gestaltung in Zürich. 1950 Emigration in die USA, Silberschmiedin. Nach der Rückkehr in die Schweiz lebte P. 1952-73 als Schriftstellerin und bildende Künstlerin in Celerina, 1973 zog sie nach La Neuveville, behielt aber in Celerina ein Zweitatelier. Die wechselvolle Biografie, in der dunkle Kindheitserinnerungen einem scheinbar heilen Leben in der Schweiz gegenüberstehen, hat P.s gesamtes Werk geprägt. Ihr Stil wird in seiner tastenden Unsicherheit bestimmt von der Schwierigkeit, verletzende Erinnerungen zu formulieren. Neben Romanen und Erzählungen verfasste P. auch Hörspiele und Theaterstücke und machte sich als Bildhauerin und Schöpferin von Bild- und Wortkompositionen einen Namen. 1975 Preis der Schweiz. Schiller-Stiftung, 1984 Ingeborg-Bachmann-Preis.

Quellen und Literatur

  • Harmloses, bitte, 1970
  • Hl. Sebastian, 1973
  • Valerie oder Das unerzogene Auge, 1986
  • Engste Heimat, 1995
  • Kuckuckskind, oder, Was ich ihr unbedingt noch sagen wollte, 1998
  • Heute, 2001
  • KLG
  • Killy, Literaturlex. 9, 107 f.
  • BLSK, 807
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Lebensdaten ∗︎ 25.2.1930