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Rudolf II. vonNeuenburg

Der Graf von Neuenburg, dargestellt mit seinem Wappen als Minnesänger in der Manessischen Liederhandschrift. Koloriertes Manuskript, zwischen 1250 und 1300 (Universitätsbibliothek Heidelberg, Cod. Pal. germ. 848, Fol. 20r).
Der Graf von Neuenburg, dargestellt mit seinem Wappen als Minnesänger in der Manessischen Liederhandschrift. Koloriertes Manuskript, zwischen 1250 und 1300 (Universitätsbibliothek Heidelberg, Cod. Pal. germ. 848, Fol. 20r). […]

Urkundlich zwischen 1158 und 1192 erwähnt, vor dem 30.8.1196 . Sohn des Ulrich II., Herrn von N., und der Berthe de Granges. Bruder des Berthold (->) und des Ulrich III. (->). Comitissa (Nachname unbekannt). Mit seinem Bruder Ulrich Gf. von N., auch nach der Burg Fenis benannt, v.a. als Minnesänger bekannt. Von N. sind 27 Strophen in acht (vielleicht neun) Tönen in der Weingartner Liederhandschrift und in der Manessischen Handschrift überliefert (beide Male mit typisierter Abbildung des Poeten mit Wappen), zudem existiert eine anonyme Teilüberlieferung in weiteren Liederhandschriften des 14. und 15. Jh. Dank seiner mutmassl. Zweisprachigkeit gilt N. als Vermittler von formalen und inhaltl. Elementen des rom. Minnesangs (Peire Vidal, Folquet de Marseille, Guiot de Provins) bei gegebener Eigenständigkeit, wobei die auf Klang gestimmte Minnekanzone vorherrscht.

Quellen und Literatur

  • Rudolf von Fenis, hg. von O. Sayce, 1996
  • Die dt. Literatur des MA, hg. von K. Ruh et al., Bd. 8, 1992, 345-351
  • L. Bartolini et al., Rodolphe, comte de Neuchâtel et poète, 2006
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