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RudolfStalder

17.11.1932 Rüegsau, 12.7.2018 Albligen, reformiert, von Lützelflüh. Sohn des Jakob Stalder, Schneiders in Rüegsau, und der Adéle geborene Stalder. 1) Margrith Wüthrich, Tochter des Paul Schüpbach und der Ida geborene Moser, von Signau, 2) Thérèse Verena Sterchi, Tochter des Peter Jonas Sterchi und der Lilly Rosalie geborene Bürki, von Hasle bei Burgdorf. Rudolf Stalder war Primarlehrer und bildete sich am Konservatorium Bern zum Sprecher aus. 1967-1997 arbeitete er als Redaktor von Mundartsendungen sowie als Regisseur und Dramaturg beim Hörspiel von Schweizer Radio DRS 1. Er gehörte 1960 zu den Gründern der Emmentaler Liebhaberbühne, deren Regisseur er 1962-1996 war und zu deren Erfolg er auch als Autor und Schauspieler massgeblich beitrug. Nebst eigenen Stücken wie Di zwöiti Natur (1984) oder Ds Fescht (2002) präsentierte Stalder Adaptionen von Klassikern der Berner Literatur, darunter Heimisbach (1962) von Simon Gfeller oder Ueli (2003) nach Jeremias Gotthelfs beiden Werken Uli der Knecht und Uli der Pächter. Zudem übertrug er Texte der Weltliteratur ins Berndeutsche, so Der Besuch der alten Dame (1973) von Friedrich Dürrenmatt oder Nathan der Weise (2000) von Gotthold Ephraim Lessing.

Quellen und Literatur

  • Jäggi, Anne: «Stalder, Rudolf», in: Theaterlexikon der Schweiz, Bd. 3, 2005, S. 1732-1733.
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Zitiervorschlag

Christian Schmid: "Stalder, Rudolf", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 12.05.2020. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/012311/2020-05-12/, konsultiert am 30.09.2022.