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AlberikZwyssig

Wachsporträt des Urner Zisterziensers Alberik Zwyssig von Josef Anton Birchler, um 1840 (Bernisches Historisches Museum).
Wachsporträt des Urner Zisterziensers Alberik Zwyssig von Josef Anton Birchler, um 1840 (Bernisches Historisches Museum).

17.11.1808 Bauen, 19.11.1854 Mehrerau, katholisch, von Seelisberg. Sohn des Johann Joseph, Offiziers in neapolitanischen Diensten, und der Anna Maria Magdalena geborene Infanger. 1813 Lateinschüler und Sängerknabe in der Schule des Zisterzienserklosters Wettingen (Klavier-, Orgel-, Violinunterricht bei Pater Paul Burkhart und Pater Placidus Bumbacher), 1826-1827 Novize, 1827 Profess, 1832 Priesterweihe, im selben Jahr Stiftskapellmeister. 1832-1841 schuf Alberik Zwyssig ein umfangreiches musikalisches Werk liturgischen Charakters. Die 1835 für die Pfarrinstallation von Bumbacher komponierte C-Dur-Messe enthält im Graduale «Diligam te Domine» die Ursprungskomposition des Schweizerpsalms (Landeshymne). Nach der Säkularisation des Klosters Wettingen 1841 hielt sich Zwyssig bei seinem Bruder Peter auf dessen Hof St. Karl bei Zug auf. Dort erklang am 22. November 1841 erstmals der Schweizerpsalm, dessen Text aus der Feder des Zürchers Leonhard Widmer stammte. Nach dem gescheiterten Versuch der Neugründung des Wettinger Konvents im ehemaligen Franziskanerkloster Werthenstein 1847 wirkte Zwyssig 1847-1854 als Musiklehrer im Zisterzienserinnenkloster Mariazell in Wurmsbach. 1854 zog er als eine der treibenden Kräfte der Restituierung der Klostergemeinschaft in das vom letzten Wettinger Abt Leopold Höchle gegründete Kloster Wettingen-Mehrerau bei Bregenz ein.

Quellen und Literatur

  • Teilnachlässe in: KlB der Zisterzienserabtei Wettingen-Mehrerau, NB
  • H. Meng et al., Pater Alberich Zwyssig, 1982
  • RISM CH
Weblinks
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Kurzinformationen
Variante(n)
Johann Joseph Maria Zwyssig (Taufname)
Familiäre Zugehörigkeit
Lebensdaten ∗︎ 17.11.1808 ✝︎ 19.11.1854

Zitiervorschlag

Gabriella Hanke Knaus: "Zwyssig, Alberik", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 03.03.2014. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/012434/2014-03-03/, konsultiert am 08.12.2022.