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Philippe deChambarlhac

Juni 1361 Saint-Thibéry (Languedoc). Aus einer Fam. des Périgord, die sich nach der Herrschaft C. (Dordogne) nannte. Rechtsprof., päpstl. Kaplan, Kanoniker von St. Peter in Rom, Archidiakon von Gent, 1333-35 Rektor des päpstl. Patrimoniums in der Toskana. 1338-42 Bf. von Sitten: Seine Amtszeit war geprägt vom Unabhängigkeitsstreben der Gemeinden, die im Walliser Generalrat (consilium generale) neben dem Adel als eigene polit. Körperschaft auftraten. C. überliess dieser massgeblichen polit. Kraft die Führungsrolle im Kampf gegen die Vorherrschaft Savoyens über die bischöfl. Territorien. Er begünstigte die kommunale Emanzipation, indem er geltende Freiheiten bestätigte und 1338-40 für Leuk, Sitten und Martigny Freiheitsbriefe kodifizierte. Kirchenpolit. Bedeutung erlangten die Zustimmung zur Gemeinschaft frommer Frauen in Ernen (1339), die dort unter der Augustinusregel lebten, und die Kapitelsstatuten (1340). Als erster Sittener Bischof führte C. das Schwert in seinem Siegel. 1342-60 Ebf. von Nikosia, 1360-61 von Bordeaux.

Quellen und Literatur

  • DHGE 12, 331
  • HS I/5, 181-184
  • Gatz, Bischöfe 1198, 736